Hochzeitsessen

Hochzeitsessen

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Essen & Trinken

Sekt nach der Trauung – ein Prosit dem Glück …

Ein Sektempfang direkt nach der Trauung ist für viele Brautpaare eine feste Größe. Perfekt gestaltet, kann er eine stimmige Brücke schlagen zwischen offiziellem Teil der Hochzeit und privatem Fest. Bedenken Sie, dass nicht wenige Ihrer Gäste sich zum ersten Mal begegnen und miteinander „warm werden“ müssen. Der Sektempfang eignet sich hervorragend als Eisbrecher: Nicht nur ist hier Zeit und Raum für Glückwünsche und/oder Geschenke, ein Gläschen Sekt lockert auch die Zungen und schafft gute Laune. Ein schöner Garten am Standesamt oder ein Kirchhof eigenen sich dafür ebenso gut wie Locations im Freien oder Ihr Lieblingslokal. Damit Ihren Gästen nicht langweilig wird, sollten Sie nicht mehr als ein bis zwei Stunden für den Sektempfang einplanen. Organisieren können Sie ihn entweder selbst, oder Sie suchen sich Unterstützung durch einen professionellen Catering-Service. Damit Ihr Empfang ein Erfolg wird, sind nicht nur Ausstattung und Ambiente (Mobiliar, Deko, Musik) wichtig, sondern vor allem natürlich die Getränke. Planen Sie großzügig etwa drei Gläser Sekt, aber auch zwei Gläser Wasser für jeden Gast ein, damit der Besuch nicht plötzlich auf dem Trockenen sitzt. Eine hübsche Deko für die Gläser, etwa mit Blumen oder Blattgold, oder auch eine ganz besondere Sekt-Kreation mit frischen Früchten oder Kräutern lässt das Anstoßen zum Erlebnis für die Sinne werden. Heiraten Sie in der warmen Jahreszeit, ist ausreichend Kühlung besonders wichtig.

Häppchen zum Sekt?

Ob Sie Ihren Gästen zum Sekt auch etwas zu essen anbieten sollten, hängt in erster Linie von Ihrem Konzept fürs Fest ab. Je länger der Empfang dauert, desto größer die Chance, dass der kleine Hunger zwischendurch anklopft. Auch der Zeitpunkt des Empfangs ist wichtig: Planen Sie im Anschluss noch ein deftiges Mittagessen, bieten sich leichte Sachen, etwa ein Obst-Buffet, an. Kommt das große Festessen erst am Abend, können Sie ruhig kleine sättigende Snacks reichen. Am besten in Form von Canapées als Buffet oder „fliegend“ serviert. Auch hier kann ein erfahrener Caterer eine große Hilfe sein. Weiterer positiver Nebeneffekt der Häppchen: Alkohol zeigt bei gefülltem Magen weniger Wirkung.

Das Festessen – mittags oder abends?

Das große Hochzeitsessen ist einer der Höhepunkte Ihrer Feier und sollte daher auch geschmacklich und optisch etwas Besonderes sein. Zuallererst sollte Ihr Konzept genau festlegen, ob der kulinarische Höhepunkt am Mittag oder erst am Abend liegen soll. Ausschlaggebend dafür ist vor allem der Zeitpunkt der Trauung; aber auch Ihre persönlichen Vorstellungen von der Dauer des Festes und Ihr Geldbeutel spielen eine Rolle. Liegt die Trauung am Morgen oder am Vormittag, und wollen Sie dennoch auf ein ausgelassenes Abendprogramm nicht verzichten, so werden Sie Ihre Gäste den ganzen Tag über verköstigen müssen. Planen Sie auch noch ein zünftiges Kaffeetrinken ein, böte es sich an, zum Mittag nur leichte Speisen – etwa in Form einer Suppen- oder Salatbar – zu reichen, und den kulinarischen Höhepunkt am Abend zu setzen. So kommen über den Tag weder Hunger noch Völlegefühle auf. Fällt das Hochzeitskaffee kleiner oder ganz aus, kann das Festessen auch auf den Mittag gelegt, während abends nur noch Snacks oder Häppchen gereicht werden. Findet Ihre Trauung erst am Nachmittag statt, stellt sich die Frage nach dem Mittagessen naturgemäß eher selten, da auch die Gäste dann meist später kommen.

Hochzeits-Menü oder Buffet?

Um die Frage, wie Sie das Hochzeitsessen gestalten wollen, werden Sie aber keinesfalls herumkommen. Selbst kochen fällt im Grunde aus – es sei denn, die Zahl Ihrer Gäste ist überschaubar, oder Sie verfügen über eine Armada an FreundInnen, die ihr Handwerk außergewöhnlich gut verstehen und sich für diese Aufgabe hergeben. Bleiben häufig zwei Möglichkeiten: ein festliches Menü oder ein raffiniertes Buffet. Wofür auch immer Sie sich entscheiden: Gehen Sie rechtzeitig auf die Suche nach dem passenden Gastronomen, also mindestens ein halbes Jahr vor dem Fest. Vereinbaren Sie ein Probeessen, ehe Sie verbindlich buchen. Klären Sie wichtige Dinge wie Unverträglichkeiten, Allergien und geschmackliche Vorlieben mit den Gästen zudem vorab so gut wie möglich ab und lassen Sie diese Informationen in die Auswahl der Speisen mit einfließen.

Hochzeits-Menü

Feiern Sie in einem Restaurant, können Sie in Absprache mit der Küche meist ihr individuelles Hochzeitsmenü zusammenstellen. Ein klassisches Menü besteht aus drei bis vier Gängen (Suppe, Hauptspeise, Dessert, ggfs. ein Zwischengang). Vorteil: Ein Menü, am Tisch serviert, bringt Struktur ins Festessen und sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Allerdings müssen Sie hier nicht nur das Essen, sondern auch das nötige Personal mit einkalkulieren, das serviert, abräumt und spült. Nachteil: Mit festgelegtem Speiseplan werden Sie selten alle Geschmäcker treffen. Daher sollten Sie darauf achten, Wahlmöglichkeiten zu lassen, am besten bieten Sie zwei bis drei verschiedene Menüs an. Feiern Sie an einem Ort ohne Küche, können Sie ein Restaurant mit der Lieferung der Speisen beauftragen, oder Sie bestellen sich gleich einen Mietkoch, der dann meist mit einem kleinen Team alle Speisen frisch zubereitet. Professionelle Anbieter beraten Sie im Vorfeld gern bei der Auswahl der Gerichte und liefern die Infrastruktur zum Warm- und Frischhalten vor Ort meist gleich mit. Denken Sie dabei daran, dass Räumlichkeiten hinter den Kulissen benötigt werden, um die Tafel selbst vom Küchentrubel fernzuhalten.

Hochzeitsessen Menü

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Hochzeits-Buffet

Unabhängiger vom Ort der Feier und den Vorlieben ihrer Gäste sind Sie mit einem festlichen Buffet, denn das können Sie überall aufbauen. Vorteil: Die Gäste können sich ihr Essen selbst zusammenstellen, und auch wählerische Zeitgenossen werden gewiss glücklich. Hier werden Sie die Hilfe eines Catering-Services benötigen, aber auch ein gutes Restaurant wird diese Aufgabe mit Bravour meistern. Nachteil: Ein Buffet sorgt stets für Unruhe, da eine Hälfte der Gäste meist gleichzeitig am Buffet steht, während die andere bereits isst. Viele Brautpaare entscheiden sich daher für eine Kombination aus beidem, indem etwa die Vorspeise am Tisch serviert wird und die Hauptspeise am Buffet gewählt werden kann. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass das Personal rechtzeitig Zutritt zur Festlokalität erhält, damit das Buffet steht, wenn Sie von der Trauung kommen. Nicht zuletzt isst das Auge stets mit: Ansprechend präsentiert, schmeckt das Essen oft gleich noch mal so gut.

Hochzeitsessen Buffet

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Fleischlos genießen

Nichts wäre ärgerlicher als eine Hochzeitstafel samt Festtagsbraten – zumindest für einen Vegetarier oder Veganer. Immer mehr Menschen lehnen die Aufnahme von Fleisch oder generell tierischen Nahrungsbestandteilen aus Überzeugung ab. Ein Grund, Ihre Gäste vor der Hochzeit danach zu befragen. Bieten Sie am besten stets eine vegetarische, am besten sogar eine vegane Alternative am warmen Buffet sowie vegetarische Häppchen am kalten an. Selbst Kuchen kann mittlerweile vollständig vegan hergestellt werden. Beim Menü stellen Sie mit Ihrem Gastronomen einfach auch eine vegetarische oder vegane Alternative zusammen und planen Sie diese großzügig – denn auch so mancher Fleischesser greift gern einmal spontan auf leichtere Kost zurück.

Die Kaffeetafel

Beginnt Ihre Feier mit Kaffee und Kuchen, ist dies ein Moment des Sammelns nach den aufregenden Begrüßungen und der Trauung. Andererseits wäre jetzt auch ein guter Moment, um etwa die Hochzeitstorte anzuschneiden. Allerdings verlegen manche Brautpaare diesen magischen Moment auch gern ans Ende der Feier, um dem Abend einen letzten stimmungsvollen Höhepunkt zu verleihen. Ob mit Hochzeitstorte oder nicht: Ohne leckeren Kuchen wäre Ihre Kaffeetafel keine. Achten Sie vor allem auf Vielfalt am Kuchenbuffet und setzen Sie raffinierte Highlights wie etwa eine Eistorte, Cupcakes, Muffins oder exotische Gebäckspezialitäten. Denken Sie auch an die „Herzhaften“ unter Ihren Gästen, die mit Süßem wenig anfangen können. Über Laugengebäck oder Pikantes im Blätterteig freuen sich diese Feinschmecker gewiss. Planen Sie für jeden Gast großzügig zwei Stück Kuchen, Torte oder Herzhaftes ein.

Candybar oder Sweet Table

Süß ist die Sünde – und nie ist die Sünde süßer, als wenn man kostenlos und nach Herzenslust zulangen darf. Lassen Sie Ihre Gäste doch einfach ihren Gelüsten frönen – mit einer Candybar, einem Trend aus den USA. Bestückt mit allerlei süßen Köstlichkeiten und Naschwerk und ansprechend angerichtet, wird sie zum Hingucker auf ihrer Kaffeetafel oder am Buffet. Am besten eignen sich dafür Tortenplatten, Schalen oder Gläser. Selbst gebastelte Behältnisse, etwa aus Naturmaterialien, geben der „Bar“ einen besonderen Schliff. Farblich auf die Tisch- oder Buffet-Dekoration abgestimmt, überlassen Sie optisch nichts dem Zufall. In Punkto Süßigkeiten sind Ihrer Fantasie also höchstens farblich Grenzen gesetzt. Ob leckere Pralinés, Gebäck oder einfach Gummibärchen – Hauptsache süß und möglichst vielfältig. Mit kleinen Kuchen- oder Gebäckspezialitäten wie Muffins oder Cupcakes aufgepeppt, kann die Candybar auch eine weniger aufwendige Alternative zur Kaffeetafel bieten, wenn Sie sowohl ein Mittag- als auch ein reichhaltiges Abendessen planen.

Wider den Durst

Dass Getränke umfangreich und in ausreichender Vielfalt und vor allem über die gesamte Dauer der Ihrer Hochzeitsfeier hinweg angeboten werden, versteht sich von selbst. Das fängt bei Heißgetränken wie Kaffee, Espresso oder Tee an, die übrigens nicht nur an kühlen Tagen dankbare Abnehmer finden, und hört bei Erfrischungs- und alkoholischen Getränken auf. Denken Sie auch an Kinder, Schwangere und Abstinenzler unter Ihren Gästen und bieten Sie eine Auswahl an alkoholfreien Getränken an. Diese dürfen durchaus den Liebreiz des Handgemachten versprühen: hausgemachte Limonaden und Smoothies gehören ins Repertoire eines jeden guten Caterers oder Barmanns. Planen Sie von allem reichlich ein, denn der Tag ist lang, ein heißer Sommertag kann den Getränkekonsum zudem schnell anschwellen lassen. Besprechen Sie die Menge der zu bestellenden Getränke am besten mit einem Profi. Seine Erfahrung hilft oft weiter als beispielsweise Getränke-Rechner im Internet. Die meisten Restaurants und Caterer bieten Getränkepauschalen an. Legen Sie vorab genau fest, wie viele bzw. welche Getränke „aufs Haus“ gehen, und wofür die Gäste selbst aufkommen müssen, sonst könnte die Rechnung schnell ziemlich hoch werden.

Hochzeitsessen Getränke

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Brandy statt Candy

Auch in Sachen Getränke gilt zum Hochzeitsfest: Besonders ist immer gut. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Brandybar und Zigarren für die Herren (und natürlich auf Wunsch auch die Damen) nach dem Dinner? Nur eine von vielen Möglichkeiten, kleine, aber bleibende Akzente zu setzen. Auch dieser Trend kommt aus den USA bzw. aus England, wo der Brandy und die Zigarre seit eh und je zum After-Dinner-Brauchtum der Gentleman-Gesellschaft gehören. Mit einer feinen Auswahl edler hochprozentiger Tropfen werden Sie mit Sicherheit für einiges Aufsehen sorgen. Gut an kommt für gewöhnlich auch eine gut ausgestattete Cocktail- oder eine Saftbar.

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